9. February 2012

Unterricht

Tabea und Johanna 064

 

 

Letzte Woche waren wir an der Bibelschule eingespannt. Dieses Mal war hauptsächlich Tabea gefordert. Sie gab Kinder- und Jugendarbeit zum Besten. Ich habe sie dann in die Tiefen der Predigt- und Andachtsvorbereitung eingeweiht. Aber den wirklichen Höhepunkt der Woche war der Unterricht über Spiele. Da man manche Dinge am Besten lernt, in dem man sie selber macht, haben wir einen Nachmittag lang mit ihnen gespielt.

Aber da ein Bild mehr sagt, als tausend Worte, hier nun ein paar Eindrücke von dem Nachtmittag.

Der Fuchs geht um

Der Fuchs geht um

 

Das „Mästen“ hat ein Ende

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Mal wieder kurz und spontan rief 2 Tage vor dem Besuch unser Erzdiakon an, dass der Bischof noch eine Unterkunft braucht, wenn er die Woche an der Bibelschule unterrichten wird. Wir haben zugesagt, unser Gästezimmer wieder ein wenig umgeräumt und uns gefreut auf den Besu

BAHO

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In den letzten 3 Wochen waren wir am Mittwochmorgen auf dem BAHO-Gelände in Muramvya. Das Thema war: Liebe, Verlobung, Heirat und und und.
Gemeinsam konnten wir den Unterricht dort gestalten. Mal wieder waren wir erstaunt, wie viele Fragen die Jugendlich zu diesen Themen haben. Es sind nun doch einmal Angelegenheiten, über die man nicht gerne redet. Sehr froh und dankbar waren wir über unseren Übersetzer Theogene.
Einen Einheimischen dabei zu haben, der die Kultur besser versteht und auch unser Anliegen verstehen kann, ist in einem solchen Fall nur von Vorteil. Wir waren froh, dass er uns manche Fragen noch einmal erklären konnte, wo wir sie nicht gleich verstanden haben und er aus seiner Sicht dann auch persönlich Zeugnis geben konnte. Wir sind gespannt, wie Gott an den jungen Leuten arbeitet.

Ein Fahrt im Dreck

Tabea und Johanna 064

Gerade ist Regenzeit, aber dieses Jahr regnet es sehr viel in Muramvya. An sich nichts schlimmes, aber um zur Bibelschule zu kommen, muss Alex ein paar Kilometer mit dem Auto über Dreckstraßen fahren. Naja, Dreck und viel Regen ist nicht ganz so spaßig und so kommt’s, dass Alex nicht mehr zur Bibelschule fährt, sondern versucht, möglichst ohne Schade dahin zu rutschen :)

Unser Auto sieht übrigens fast nach jeder Fahrt so aus – Regenzeit eben.

Dr. Tabea

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Wer hätte das gedacht. Da ist man Erzieherin, studiert Gemeindepädagogik, spricht fließen Deutsch, Englisch, Französisch und Kirundi; doch das alles reicht noch nicht: Tabea ist inzwischen Ärztin!

Okay, okay, nicht so richtig, aber dann eben doch :) In den letzten Wochen und Monaten kamen immer wieder Menschen, die z.B. Schnittwunden hatten. Andere hat sie ein bisschen beraten und (richtige) Ärzte empfohlen. das krasseste war die Frau von unserem Gärtner: Sie war gefallen und hatte sich (wahrscheinlich) den Arm gebrochen. Der Arzt bei uns im Krankenhaus konnte auf dem Röntgenbild leider nichts erkennen, aber Dr. Tabea hat sofort den Bruch gesehen – ganz Profi eben …

Aber im Ernst, wir sind immer wieder überrascht, wie sehr wir mit unserem doch begrenzten medizinischem Wissen hier helfen können. Außerdem hat außer den Muzungus keiner im Ort eine kleine Apotheke zu Hause; und mit etwas Beta und ein paar Binden und Pflaster kommt man hier ganz schön weit.

Wasser, water, amazi

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So liebe Freunde, diesen Tag bitte groß und dick im Kalender anstreichen: Wir haben Wasser! Seit Samstag kommt bei uns am Haus Wasser. Nach Jahren den leeren Versprechungen, Monaten des Bauens, weiteren Monaten der Verspätung wurde nun endlich eine neue Quelle erschlossen und unser Ort hat nun Wasser.

Ich konnte es gar nicht fassen, dass der Druck sogar für die Dusche ausreicht!

Aber wir wären nicht in Afrika, wenn es da nicht ein kleines ABER gäbe:

  • Der Boiler ist nun nach Jahren ohne Wasser so kaputt, dass man ihn auswechseln muss.
  • Der Druck ist nicht immer stabil, also müssen wir uns überlegen, wie wir den Druck erhöhen können, oder eben weiter mit Eimer leben.
  • Wir haben nur deshalb ein paar Tage durchgehend Wasser, weil gerade ein Test läuft. Im Regelbetrieb (ab dieser Woche) gibt es nur 1-2 Stunden Wasser pro Tag. ABER immerhin pro Tag!

Das ist doch einfach mal gut so. Wir sind gespannt, wie es sich alles weiterentwickelt, oder sollte ich sagen, wir bleiben im Fluss :)

Hier noch ein kleines Video, dass unseren ganzen Stolz zeigt – viel Spaß beim Duschen!

Was ist denn das?

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Das haben wir uns gefragt, als wir diese Ding vor unserem Haus gefunden und gesehen haben, wie es in unser Haus hinein wollte. Das Tierchen ist knappe 14 cm lang, hat hunderte von Beinen und bei einem Anzeichen von Gefahr rollt es sich zusammen, wie … genau, wie die kleinen, netten Tausendfüßler, die wir auch in Deutschland kennen; nur eben VIEL GRÖßER.

Auf einmal wurde es uns auch klar woher die vielen kleinen Tausendfüßler, die wie eine Plage in den letzten Wochen in unserem Häuschen umher gewandert sind, kamen …

Noch mehr Besuche

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Diesmal mussten wir bei weitem nicht so lange warten, wie beim letzten Besuch, eher im Gegenteil ein paar Besucher haben  sogar noch per SMS bestätigt, dass sie auf dem Weg sind. Aber der Reihe nach. Zur Zeit sind an der Französischen Schule Ferien und so findet gerade auch kein Deutschunterricht statt und die Kurzzeitmitarbeiter Anna und Lena haben frei. Sie sind nun für ein paar Tage bei uns, um es sich bei der guten Höhensonne (wir haben Regenzeit ;) ) mal so richtig gut gehen zu lassen.

Wir haben natürlich gleich zugeschlagen und sie erstmal Nudeln machen lassen ;) Naja, kam uns ja allen zu Gute. Wir haben eine schöne Zeit zusammen und freuen uns ihnen das Landesinnere ein bisschen lieb machen zu können.

Am Sonntag waren wir gemeinsam hier im Gottesdienst und haben im Anschluss ein paar Bibelschüler empfangen. Viele von den Bibelschülern kommen aus Rumonge und Bitare im Süden des Landes. Dort erleben die Kirchen einen regelrechten Boom und suchen gut ausgebildete Pastoren. So hat uns der Besuch gleich wieder eine Einladung zu Predigen in Rumonge verschafft und wir freuen uns, die Gemeinden dort mal persönlich kennen zu lernen.

Den Abend haben wir dann gemütlich mit einem Lagerfeuer und etwas Stockbrot ausklingen lassen. Für sein Feuer hat Alex alle Bewunderung unseres Nachtwächters bekommen: “Der Weiße kann wirklich Feuer machen und das ohne Hilfsmittel, nur mit Papier, Holz uns einem Streichholz!” Nach so einem Lob schmeckte das Stockbrot gerade noch mal so gut :)

 

Unwetter

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Gerade haben Johanna und ihr Papa ein bisschen im Garten gearbeitet, da zogen schon die Wolken zu. Ein kräftiger Donner und der wolkenbruchartige Regen brach los. Aber nicht nur der Wind und der Regen machten Muramvya mal wieder zu schaffen, zu all dem kam dann schließlich auch Hagel.

Wir hatten schon Angst, dass wie beim letzten Unwetter Dächer und Felder zerstört würden. Aber Gott sei Dank blieben wir diesmal vor Schlimmeren bewahrt und der ganze Ort konnte aufatmen, als das Unwetter wieder verzogen ist.

Neuer Kurs an der Bibelschule

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Inzwischen hat ein neuer Kurs für zukünftige Diakonen hier an der Bibelschule angefangen. 39 mehr oder weniger junge Studenten sorgen auf dem Gelände nun wieder für Leben. Mit dabei sind ehemalige Bibelschüler und Mitarbeiter, die schon Gemeinden ehrenamtlich geleitet haben. Diese sollen nun ausgebildet werden, damit sie in Zukunft als ordinierte Diakonen in der anglikanischen Kirche arbeiten können. Alex ist immer wieder bei den Andachten mit dabei und in Zukunft werden wir auch mit unterrichten. Es ist schön zu sehen, wie viele Leute an dem Kurs teilnehmen und in Zukunft im vollzeitlichen Dienst arbeiten wollen. Die meisten Stunden werden von Pastoren innerhalb der anglikanischen Kirche unterrichtet. Dies ist für uns auch eine gute Möglichkeit, sie näher kennen zu lernen. Somit haben wir gerade immer wieder Gäste hier bei uns im Haus sitzen und freuen uns an der Gemeinschaft und dem gemeinsamen Austausch über das Ergehen der verschiedenen Kirchen und Gemeinden.