Mbuye

Schon vor Wochen hat uns unser Sprachlehrer zu einem Familienfest eingeladen. Wenn in Burundi ein Kind geboren wird, gibt es, je nach Alter, verschiedene Feste und Besuche. Zum Beispiel besucht man das Neugeborene, man ist bei der Taufe dabei, dann gibt’s ein Fest, bei dem das Kind das erste Mal auf den Rücken seiner Mutter gebunden wird. Nun haben wir ein neues Fest entdeckt, von dem wir bisher noch nichts wussten: Das Kind besucht das erste Mal seine Großmutter mütterlicherseits.

Da unser Auto immer noch in Einzelteilen in Buja liegt, konnten wir diesmal nicht selber fahren und haben ein recht abenteuerliche Reise in einem Bus erlebt. Mit ca. 20 Leute in einem Bus, ungefähr so groß, wie ein VW-Bus sind wir die Strecke von Muramvya nach Mbuye gefahren, so ca. 20km. Dort angekommen hieß es erst einmal: warten …

Ein Stunde später kam dann ein Vertreter der Familie der Oma, bis dahin blieben wir am Bus; nun durften wir näher kommen. Es waren von der anderen Familienseite auch ca. 20 Leute da. Als wir dann alle saßen ging es weiter mit, ähh, ja, genau: warten. Niemand sprach etwas, alle saßen nun und haben gewartet. Nicht einmal die üblichen Amajambo gab es.

Eine Weile später gab es dann für alle die obligatorische Fanta und ein sehr leckeres Essen. Gefolgt von den Reden. Nach ca. 2,5 Stunden war dann auch alles wieder vorbei uns es ging nach Hause. Da wir als Familie dabei waren, war Johanna bei der Dorfjugend natürlich die Attraktion 🙂

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