What a day!

Mit Freunden in Muramvya

Gerade bin ich einen Moment alleine zuhause – gar nicht so selbstverständlich, zumindest heute. Der Tag begann eigentlich wie immer: Der Wecker klingelt (unser Hahn kann uns nicht mehr wecken, da wir ihn verspeist haben), wir stehen möglichst leise auf, um Johanna nicht zu wecken, die natürlich schon längst wach im Bett liegt und nur darauf wartet, dass wir an ihrem Zimmer vorbeischleichen: „bin AUFGEWACHT!“ schreit es dann …

Nun ja, der Rest vom morgen unterscheidet sich kaum von einem Morgen in Deutschland, außer dass dann irgendwann die Haushälterin kommt, um in der Küche zu arbeiten. Ich habe mich ins Büro verzogen, um zu schauen, was heute alles ansteht.

Dann klopft es an der Türe: Donatien steht plötzlich im Haus: der erste Besuch heute. Da ihm etwas ziemlich auf dem Herzen lag dauerte es eine Weile bis wir so „warm“ waren, dass er damit herausrückte. Kurz vor 12h ging er wieder – das war auch gar nicht so schlecht, denn wir hatten unseren Pastor zum Mittagessen eingeladen.

Also Besuch Nummer 2: Wie gesagt kam dann irgendwann zwischen 12h und 13h unser Pastor, der natürlich zwei seiner Kinder mitgebracht hatte – ohweh: haben wir überhaupt genügend Essen für zwei mehr? Irgendwie hat es aber gereicht und wir hatten eine gute Zeit zusammen.

Kaum waren unsere „geplanten“ Besucher weg; Johanna hatte sich gerade etwas hingelegt, da klingelt Tabeas Handy. Ya Cinthe, eine junge Witwe aus der Gemeinde hatte schon dreimal angerufen: sie kommt um 16h. Es ist nun 18h und mein „deutsches Ich“ fragt sich: „Was habe ich denn nun eigentlich heute gearbeitet?“ Zwischen den Besuchen konnte ich noch ein bisschen Papierkram erledigen, aber sonst war ich die ganze Zeit nur zuhause mit Gästen.

Mein „burundisches Ich“ ist dagegen überglücklich und sehr zufrieden mit dem Tag: Besuche sind sehr wichtig in Burundi, hier tauscht man sich aus, erzählt sich wie es einem geht und wo der Schuh drückt. Beziehungspflege eben: Manche Entscheidungen wurden vorbereitet, Gebetsanliegen ausgetauscht und Gemeinschaft gepflegt.

Was für ein Tag! Einfach super!

Danke, wenn ihr auch an unseren Umzug in 2 Wochen denkt. Bis dahin werden wir noch einige Besuche machen, uns von liebgewordenen Menschen hier oben verabschieden (zum Glück nicht für immer) und unseren Krempel zusammenräumen.

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