Freizeit

Freizeit (1)Vom 27. – 29.12. waren wir mit den Jugendlichen aus dem französischsprachigen Gottesdienst in Muramvya. Diese Tage werden uns unvergesslich bleiben …

Wir sind Donnerstags etwas früher nach Muramvya gefahren, um dann die Jugendlichen und den Chor zu empfangen. Kurz nachdem wir an unserem alten Haus ankamen begann es so stark zu regnen, dass selbst Einheimische hinterher meinten, solch einen Regen noch nie gesehen zu haben. Gepaart mit kräftigen Böen hinterließ das Unwetter seine Spuren:

Das Dach an der neuen Tribüne vom Station wurde zerstört, sogar die Stahlkonstruktion unter dem Wellblech hat es verbögen; das Dach unserer Garage ist kaputt, das Arbeiterhaus von einer befreundeten Familie wurde weggeschwemmt, … Im Radio hieß es, dass ca. 50 Häuser im Ortszentrum beschädigt wurden, viele Felder wurden zerstört und das teilweise kurz vor der Ernte.

Für die Jugendlichen hieß das: Warten. Sie konnten nicht so schnell nach Muramvya, weil ein umgestürzter Baum die Fahrbahn blockierte. Zusammen mit Martin (Missionar von CFI) sind wir dann zur Bibelschule gefahren, um zu schauen, ob es dort zu Schäden kam.

Gott sei Dank blieb an der Bibelschule das Meiste ganz; es hat nur durch die Fenster reingeregnet.

Irgendwann kamen dann auch die zwei Busse mit den Jugendlichen. Kaum waren sie da, wartete auch schon das erste Abendteuer auf uns: Die Busse hatten keinen Allrad und steckten fest, wir mussten beide das Bibelschulgelände hochschieben. Wir hatten durchwachsenen Erfolg: den erste Bus konnten wir so weit schieben, dass er alleine weiterfahren könnt (was er auch gleich gemacht hatte), aber beim zweiten mussten wir vor dem Matsch kapitulieren und so durfte der Busfahrer eine Nacht in Muramvya verbringen. Der erste Busfahrer hatte nicht auf ihn gewartet und konnte ihm auch nicht helfen. Wir haben zwar mit gut 15 Personen kräftig geschoben, nur leider hatte der Fahrer recht wenig Erfahrung damit, wie man auf Matsch fahren soll: er hatte sich zuletzt soweit eingegraben, dass gar nichts mehr ging.

Da wir einen Pickup mit Allrad hatten, war es für uns kein Problem dann Nachts nach Hause zu fahren.

Der nächste Tag (28.12)

Keine Ahnung wie, aber der Busfahrer hat es tatsächlich geschafft, früh am Morgen loszufahren. Nach dem Frühstück ging es dann gleich an die erste Bibelarbeit.

Das leere Grab des Königs
Das leere Grab des Königs

Nach einer kleinen Choreinheit und dem Mittagessen, war ein kleiner Ausflug nach Muramvya geplant (die Bibelschule liegt etwas außerhalb vom Ortskern). Wir wollten zwar alle das alte Königshaus anschauen, aber leider ist das inzwischen ein Militärposten und wir bekamen keine Erlaubnis; dafür konnten wir das Grab des letzten burundischen Königs sehen; aber auch hier: das Grab ist leer. Der König liegt (noch) in der Schweiz und die Familie und die burundische Regierung konnten sich bisher nicht darüber einigen ihn hierher zu überführen.

Naja, nach dem Abendessen war dann eine Lagerfeuer mit Stockbrot geplant, aber das musste ausfallen: es hatte zu stark geregnet – eigentlich schade, denn das Unwetter vom Vortag hatte einen Baum direkt beim Speisesaal umgeworfen und der hatte genügen Äste für alle, um Stockbrot zu machen 🙂

Samstag (29.12.)

Gleich nach dem Frühstück stand die Bibelarbeit auf dem Programm. Tabea und ich haben uns dann schon verabschiedet, weil die Jugendlichen dann noch Besprechungen unter sich hatten.

Freizeit (30)Pünktlich um 14h bin ich wieder hingefahren, um das Gepäck zu holen. Wir haben alle dazugelernt und so wurden sie an unserem Haus im Stadtzentrum abgeholt. Dann gab es ein typisches Missverständnis: es hieß, der Bus ist da: alle Jugendlichen sind vor‘s Tor und haben auf den Bus gewartet, der natürlich noch nicht da war, aber weil er ja gleich kommen musste, warteten alle geduldig, selbst der einsetzende Regen konnte sie kaum davon abbringen, wieder zu uns ins Haus zu kommen 🙂

Inzwischen sind wir alle wieder gut in der Hauptstadt angekommen – alle erzählen begeistert von den Tagen, vor allem die Schlammschlacht mit den Bussen wird uns allen noch lange in Erinnerung bleiben.

 

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