Makamba

Berge in Makamba
Die Oma mit der Enkelin
Die Oma mit der Enkelin

Kurz vor Weihnachten ging es für Alex nochmal ins Landesinnere, genauer gesagt nach Makamba, was im Süden Burundis liegt. Anlass war eine Familienfeier von Théogène, unserem Sprachlehrer in Muramvya. In Burundi feiert man, wenn man ein Neugeborenes das erste Mal den Großeltern mütterlicherseits zeigt. Das stand nun an. Die kleine Jolina, knappe 1,5 Jahre, sollte ihre Großeltern das erste Mal besuchen.

Das Problem war, dass Théogène und seine Familie in Muramvya wohnen und die Großeltern in Makamba. Also bin ich eingesprungen und habe alle mitgenommen. Alle: das waren (mit mir) 7 Erwachsene und 2 Kindern eine einem Pickup. Die Pritsche war voll mit Mitbringsel und Geschenken für die Familie der Großeltern – schließlich soll es eine Feiert sein und da lässt man dich nicht lumpen 🙂

Ich bin morgens um 6h45 in Bujumbura losgefahren, um die Anderen in Muramvya um 8h abzuholen. Bis wir dann alle eingesammelt und das Gepäck verstaut hatten, war es fast 9h. Dann ging es über Shombo und Ijenda in Richtung Süden. Gegen 14h kamen wir dann in Makamba an – aber wir waren noch nicht an unserem Ziel, denn der Hof liegt nochmal 1,5h in den Bergen. Gut dass unser Pickup Allrad hat, sonst hätten wir die Strecke nicht geschafft.

Endlich angekommen, wurden wir dann auch schon herzlich Empfangen – für unser leibliches Wohl war bestens gesorgt und so stärkten wir uns nach der langen Fahrt. Die Großmutter war sichtlich glücklich, ihre Enkelin auf dem Schoß zu haben. Es folgten die üblichen Reden und schon nah knapp 2h war alles vorbei und wir konnten zu unserem Nachtlager in die Stadt fahren: 1,5h zurück nach Makamba.

Was ich nicht wusste war, dass es noch ein Abendessen geben sollte, aber das musste erst gekocht werden und so wurde es 23h, bis wir ins Bett gehen konnten.

Gottesdienst in der Kathedrale Makamba
Gottesdienst in der Kathedrale Makamba

Am nächsten Morgen waren wir im Gottesdienst und anschließend beim Bischof, der uns in sein Büro eingeladen hatte. Das geplante Mittagessen mussten wir aber lassen, da es zu spät wurde und wir alle noch nach Muramvya, bzw. ich noch nach Bujumbura musste. Diesmal haben wir aber die geteerte Straße genommen und waren nach bereits 2,5h in Muramvya 🙂 eine Stunde später war ich dann auch wieder zu Hause.

Das war mein vierter Advent: viele Stunden im Auto für eine kleine Feier, aber die Zeit mit der Familie, die Gastfreundschaft, Freundlichkeit machen das alles wett. So kam ich zwar fertig und müde, aber auch glücklich und fröhlich wieder in Bujumbura an: ein unvergessliches Erlebnis: Hand in Hand mit einheimischen Freunde Leben teilen.

 

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