IMG_0507Schon vor Monaten hatten wir es geplant und mussten es immer wieder verschieben. Zusammen mit Jean-Marie aus Kinindo sind wir am letzten Wochenende zu einem Besuch nach Rumonge gefahren. Alex sollte die Predigt halten und Tabea die Sonntagsschule.

Voll bepackt ging es in der Frühe los. Nach eineinhalb Stunden Fahrt kamen wir dann an der Dorfkirche hinter Rumonge an. Eine riesige Kinderschar erwartete uns und konnte gar nicht von uns lassen, als wir dann endlich da waren und aus dem Auto stiegen.

Der Gottesdienst sollte um 9h beginnen, wir kamen 10 min früher und dachten, dass wir damit pünktlich mit dem Gottesdienst beginnen könnten. Aber wir sind ja nicht in Deutschland, wo alles nach der Uhr geht, sondern in Afrika, wo die Beziehungen wichtiger sind als zeitliche Vorgaben:

Deshalb wurden wir zuerst vom Pastor eingeladen, mit ihm zu frühstücken. Nun, wir hatten natürlich schon unseren Kaffee intus und auch ein paar Brote verdrückt, aber es half alles nichts, wir „mussten“ mit ihm nochmal frühstücken – und das dauert natürlich, schließlich kommt es nicht auf das Essen, sondern auf die Gemeinschaft an, und die war sehr herzlich.

Als wir nach einer knappen halben Stunde dann zur Kirche gingen, erwartete uns ein schön geschmücktes Gebäude mit gut 350 fröhlichen, singenden Christen. Wir bekamen unsere Plätze zugewiesen: Ich (Alex) saß wie immer bei den Pastoren vorne und Tabea wollte mit den Kindern bei der Gemeinde Platz nehmen. Nun waren wir alle aber Ehrengäste und so durfte sie auch nach vorne und alle in der Gemeinde hatten freien Blick auf uns und unsere Kinder, wie „gut“ sie sich benehmen. (Zum Glück gab es keinen Grund zur Klage :-))

Als Tabea mit den Gottesdienstkindern in die Sonntagsschule ging, leerte sich der Saal spürbar, von den gefühlt 350 Leuten, die da waren, verließen nun 200 Kindern den Gottesdienst, um ihr eigenes Programm zu haben. Wie gut, dass die Kinder wirklich ruhig und aufmerksam waren. Selbst die Spiele, die eigentlich für 50 Kinder ausgelegt waren, haben geklappt.

Während von draußen das Freudengeschrei der Kinder in die Kirche drang, predigte Alex zusammen mit Jean-Marie über das überwältigende Vertrauen des Hauptmanns von Kapernaums gegenüber Jesus.

Nach getaner „Arbeit“ waren wir noch einmal zum Essen eingeladen. Ich kann mich nicht erinnern, wann wir Sonntags mal so viel zu essen hatten …  und weil die Menschen in Burundi ja sehr gastfreundlich sind, wurde der Teller immer aufgefüllt, wenn er droht, bis zur Hälfte leergegessen zu werden 🙂

Ein rundum schöner Gottesdienst mit tollen Begegnungen und einem unbedingten MUSS nach unserem Heimataufenthalt nochmal hinzugehen.

Auf dem Heimweg haben wir noch einen kurzen Zwischenstop am See gemacht. Für Johanna wäre es undenkbar, dass wir so nah an einem tollen Strand sind, ohne nicht wenigstens kurz ins Wasser zu springen.